Zum zweiten Mal fand der Tag der Arbeit in Aschaffenburg und in Lohr unter Pandemiebedingungen statt.
In Aschaffenburg beteiligten sich rund 250 Kolleginnen und Kollegen an der Kundgebung. Mustafa Öz, Landesvorsitzender der NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) in Bayern, forderte ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro und eine faire Verteilung der Steuern und eine echte Vermögenssteuer.
Für ein Aufhorchen sorgte Amadeus Becker von der IG Metall Jugend in seiner Rede durch die Wortschöpfungen »Bullshit-Jobs« und »Bullshit-Konsum«.
Solidarität ist Zukunft
Auch in Lohr sind mehr als 90 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unter dem Motto »Solidarität ist Zukunft!« mit Abstand, Maske und Ein-haltung sämtlicher Hygieneauflagen dem Aufruf zur Kundgebung auf dem Schlossplatz gefolgt. Dort sprach Frank Firsching, Regionsgeschäftsführer des DGB Unterfranken, zu den heißen Themen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aufgaben von Gewerkschaften sieht Firsching darin, Solidarität zu organisieren und dafür zu sorgen, dass die Menschen zusammenstehen. Auch an die Querdenker dressierte Firsching deutlich, dass diese sich selbst nur in den Mittelpunkt stellen und die Solidarität sabotieren.
Kapitalismus kennt keinen Klimawandel
Björn Wortmann, DGB Aschaffenburg, betonte: »Der Kapitalismus kennt keinen Klimawandel, nur Profit und Ausbeutung. « Wortmann forderte von den Arbeitgebern, Verantwortung in der Krise zu übernehmen und wieder mehr auszubilden. Und wir als IG Metall sagen dazu: »Solidarisch, gemeinsam für unsere Zukunft - für Arbeit, Einkommen und Gesundheit.«