Es gibt nichts getrennt zu verhandeln
Das Management möchte getrennt über eine volumenbedingte Personalreduzierung, als auch über die Standortschließung verhandeln. Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter sind beide Sachverhalte aber grundsätzlich nicht getrennt verhandelbar.
Wir wollen eine Zukunft für Magna in Dorfprozelten!
Die IG Metall hat ihre Tarifforderung erläutert und Nachfragen hierzu beantwortet.
Auch auf die allgemeinen Probleme in der Automobilzulieferindustrie wurde nachdrücklich hingewiesen und das Management aufgefordert, sich an einem „Runden Tisch“ der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der regionalen Zulieferbetriebe mit der Politik zu beteiligen.
Keine Zukunft mit dem aktuellen Produktportfolio
Neben einem sachlichen Austausch der einzelnen Positionen traf das Management die Kernaussage: „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht man mit dem aktuellen Produktportfolio keine Zukunft für den Standort Dorfprozelten.“
Die Arbeitgeberseite zeigte sich aber bereit, sich an einem „Runden Tisch“ zu beteiligen und alle erforderlichen Unterlagen für die betriebswirtschaftliche Prüfung vorzulegen.
Den Scherbenhaufen reparieren
Nun ist das Management gefragt, den Scherbenhaufen zu reparieren und den Beschäftigten mit Respekt, Wertschätzung und Anerkennung zu begegnen. Symbolisch hat eine Delegation der Beschäftigten dem Management Teile des Scherbenhaufens, aber auch des nötigen Klebstoffes, übergeben! Mit im Paket war auch ein roter IG Metall Wecker, denn es muss JETZT gehandelt werden, wenn wir Arbeit. Einkommen. Zukunft. realisieren wollen!
Rundumschlag bei Magna - Es geht nicht nur um Dorfprozelten
Die Transformation zieht sich durch die ganze Automobilzulieferindustrie, hier sind kreative und innovative Managemententscheidungen gefragt. Eine „Hire-and-Fire“-Mentalität, Standorte solange zu betreiben, wie sie einem nutzen und sie dann „platt zu machen“, hat nichts mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun!
Zwischenzeitlich wurden auch die Beschäftigten der Magna Standorte in Roitzsch (ca. 400 Beschäftigte) und Dürbheim (ca. 160 Beschäftigte) darüber informiert, dass ihre Werke geschlossen werden sollen.
In beiden Werken die gleiche Argumentation wie in Dorfprozelten: „Vor dem Hintergrund des Marktes sei eine Fortführung des Standortes wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.“