Fokus KFZ-Branche
Die IG Metall Aschaffenburg setzt unter anderem einen Fokus auf die KFZ-Branche, weil dort die Anzahl von bestehenden Betriebsratsgremien ein deutliches Bild zeichnet. Im Betreuungsbereich der Aschaffenburger IG Metall besteht in nur zwei Betrieben der KFZ-Branche ein Betriebsratsgremium – obwohl in den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg sowie der Region Lohr deutlich mehr KFZ-Autohäuser und -Werkstätten bestehen.
Viele Beschäftigte wissen nicht, dass sie selbst die entscheidenden Personen sind. Ab fünf Beschäftigten ist ein Betriebsrat zu wählen – so sieht es das Gesetz vor. In der Praxis kann das vereinzelt allerdings nicht immer auf Gegenliebe des Arbeitgebers stoßen. Eine möglicherweise ablehnende Haltung des Arbeitgebers gilt häufig als ungeschriebenes Gesetz für den Betrieb: „Hier gibt es keinen Betriebsrat.“
5 Tage – 18 Betriebe – 3 Themen
Deshalb hat die IG Metall Aschaffenburg Anfang Dezember an fünf Tagen Informationen an die Beschäftigten in der KFZ-Branche verteilt. Jeweils zu Schichtbeginn und -ende haben 30 Aktive der IG Metall einen regelrechten Ansprache-Marathon hingelegt. Bei 18 Betrieben konnten gute Gespräche mit den Beschäftigten geführt und Kontakte geknüpft werden.
Die Beschäftigten wurden zu den Themen Betriebsratswahl, Tarifverträge und zur IG Metall informiert.
Ob ein Betriebsrat bestehen soll, entscheidet die Belegschaft
Wichtig ist der IG Metall die Klarstellung: Ob im Betrieb ein Betriebsrat besteht, entscheidet die Belegschaft. Und wenn der Arbeitgeber etwas dagegen haben sollte, dann ist das ein eindeutiges Zeichen, dass dringend ein Betriebsrat gewählt werden sollte.
Die erstmalige Betriebsratswahl kann vereinzelt etwas holprig verlaufen und deshalb steht die IG Metall der Belegschaft, dem Wahlvorstand sowie dem zukünftigen Betriebsratsgremium mit Rat und Tat zur Seite. Der zuständige Gewerkschaftssekretär Simon Kruppa führt aus: „Wir geben den Beschäftigten Starthilfe bei der Betriebsratswahl – nehmt gerne Kontakt mit uns auf.“
Mit einem Betriebsrat steht den Beschäftigten eine gesetzlich verankerte Interessenvertretung zur Seite – in guten wie in schlechten Zeiten. Ein Betriebsrat ist für beide Seiten von Vorteil, sowohl für Beschäftigte aber auch für den Arbeitgeber. Mit kollektiver Mitbestimmung können die Arbeitsbedingungen verbessert werden und die Attraktivität des KFZ-Handwerks gesteigert werden.
Die IG Metall Aschaffenburg steht allen Beschäftigten – auch außerhalb der KFZ-Branche – für vertrauliche Gespräche zur Betriebsratswahl zur Verfügung. Interessierte können sich per E-Mail unter aschaffenburg@igmetall.de oder telefonisch unter 06021/8642-0 melden.